Microsoft Project von A-Z Part 1 – Interview mit Torben Blankertz

Wer kennt sie nicht, die vielen Projekte und die unterschiedlichen Phasen davon. Zum Glück gibt es mittlerweile einige Tools, die uns dabei bestmöglich unterstützen. So auch Microsoft Project. Zusammen mit Torben Blankertz taucht Dominique Deep Dive mäßig in das Thema ein und erfährt so einiges über das Tool und seine Fähigkeiten.

 

Torben Blankertz Profilbild
Quelle: Torben Blankertz

Vorstellung Torben Blankertz

Seit 12 Jahren als Microsoft MVP (Most Valuable Professional) unterwegs ist Torben spezialisiert auf Microsoft Project und befasst sich seit ca. 15 Jahren mit der Digitalisierung von Projektmanagementprozessen auf Basis von Microsoft Project. Angestellt bei netpoint, ist er auch als Dozent an der FOM Essen unterwegs und hat sowohl seinen eigenen Podcast namens Projectum Proiectum – Der Podcast bietet Ihnen einen bunten Mix zwischen Interviews, Fachthemen, TechNews und allgemeinen Organisationsthemen. (blankertz-pm.de) sowie seine YouTube Seite Torben Blankertz – YouTube über Microsoft Project.

 

 

Kurzer Einblick in die Microsoft Project Geschichte

Microsoft Project existiert bereits seit über drei Jahrzehnten. Seit seiner erstmaligen Veröffentlichung im Jahr 1984 hat es sich kontinuierlich weiterentwickelt, um den sich wandelnden Anforderungen im Projektmanagement gerecht zu werden.

Ursprünglich für MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) entwickelt, hat sich die Software von einer einfachen Zeitplanungs- und Ressourcenverwaltungsanwendung zu einer umfassenden Projektmanagementlösung mit erweiterten Funktionen und Integrationen entwickelt. Mit der Einführung von Project Online im Jahr 2013 wurde erstmals eine cloudbasierte Projektmanagementlösung entwickelt, mit der Projekte online geplant und verwaltet werden konnten.

Laut Torben war es wie folgt:

1984 – Erste Version von Project 1.0 (DOS Version bis 1987 – 4.0) Ging mit der Maus (Critical Path Methode)

1990 – Erste Project Version für Windows mit dem Namen Version 1.0 für Windows. 1991 kam die erste Version für Mac heraus. 1.1 MAC

1995 – Gingen wir dann mit Project in die Versionierung nach den Jahren

2000 – Kam dann Project Central Vorstufe vom Project Server 2002 – damals fand die Verbindung noch über eine ODBC – Schnittstelle statt

2003 – Dann Project Server auf Basis Windows SharePoint Services

2007 – Erste Protokolländerung SOAP und Integration des Active X Steuerlement UND der Client erhielt seinen lokalen Cache!

2010 – Integration des Portfolio Server und Skype

2013 – Neue UI und ODATA-Protokoll und REST für Reports (PROJECT ONLINE) Microsoft365

2016 –  Ressourcen-Engagement Multiple-Timelines etc.

2019 –  18.09.19 Project for the Web

 

Versionsarten von Microsoft Project

Angefangen hat alles mit dem Project Client, den es damals schon in zwei Versionen gab. Einmal die Standardversion, die für kleine Projektumgebungen geeignet war und wenn der Projektleiter nur Einsicht in seine eigenen Projekte haben wollte.

Dann gab es noch die Enterprise Version. Hier war dann schon die Verbindung mit dem Project Server möglich und Aufgabenlisten konnten in SharePoint synchronisiert werden. Die weiteren Versionen kannst du in der Tabelle sehen und die Unterschiede davon.

 

Project for the webProject Online Web ApplicationProject Desktop Anwendung
ArtEigenständige webbasierte PM-AnwendungTeil der cloudbasierten PM-Lösung „Project Online“Eigenständige Desktop-Anwendung für Windows
ZielgruppeKleinere ProjekteMittlere bis große ProjekteAlle Projekte, aber eher für sehr anspruchsvolle
FunktionenGrundlegende Funktionen zur Aufgabenverwaltung, Ansichten und einfache Diagramme.

 

Erweiterte Funktionen im Ressourcen-management, Kapazitätsplanung, Portfoliomanagement, erweiterte Berichterstattung.Umfassende Funktionen Ressourcenmanagement, Budgetierung, Fortschrittsverfolgung, benutzerdefinierte Berichtserstattung und umfassende Anpassungsmöglichkeiten.
EigenschaftEinfachheit: Entwickelt, um eine benutzerfreundliche Oberfläche und intuitive Benutzerführung zu bieten.Zusammenarbeit:

Bietet umfangreiche Kollaborationsmöglich-keiten und Funktionen für das Team und die Stakeholder.

Flexibilität:

Ermöglicht tiefe Anpassungen, Integration mit anderen MS-Tools und erweiterte Möglichkeiten zur Feinabstimmung von Projektplänen.

SkalierbarkeitGeeignet für weniger komplexe Projekte und kleinere TeamsMehr Möglichkeiten zur Skalierung und Unterstützung komplexerer ProjekteBreiteste Palette von Funktionen und ist für Projekte jeder Komplexität geeignet.

 

In der folgenden Grafik kannst du sehr schön sehen, wie die ganzen Tools miteinander verknüpft sind und welche Aufgaben, welchem Tool zugewiesen werden.

Project Landscape
Quelle: Torben Blankertz

Beachte, dass Aufgabenmanagement nicht gleich Projektmanagement ist. Beim Aufgabenmanagement mit beispielsweise Planner, kommen die meisten sehr schnell mit den Tools zurecht, da sie sehr intuitiv gestaltet sind. Somit kann eine kurze Einweisung zum Beginn ausreichend sein. Beim Projektmanagement hingegen sind fundierte Kenntnisse von Nöten, um korrekt und produktiv mit dem Tool (Microsoft Project) arbeiten zu können. Hier braucht es deutlich mehr Einweisungszeit und Unterstützung.

 

Verbindung zwischen Planner und Microsoft Project

Viele Nutzer wünschen sich eine Verknüpfung zwischen Planner und Microsoft Project. Hierfür wird es demnächst einen Import Assistenten geben von Microsoft, um Daten von Planner zu Microsoft Project for the Web zu importieren. So können größere Projekte erst in Planner begonnen und bei Bedarf in Project for the Web umgezogen werden.

 


Nächste Woche geht es weiter mit Microsoft Project Part 2 und Torben Blankertz.

nuboLinks

„Projektmanagement – Proiectum“ auf Apple Podcasts
Torben Blankertz – Der deutschsprachige Project Blog (blankertz-pm.de)
Torben Blankertz – YouTube

Visited 2 times, 1 visit(s) today
Zusammen erfolgreich sein

Bereit, eure
Zusammenarbeit auf das nächste Level zu bringen?

Wenn du unsicher bist, wo ihr aktuell steht oder was der nächste Schritt ist, schauen wir gemeinsam drauf.
Kurz, direkt und ohne Verpflichtung.
Teile deine Lieblingsfolge
Dominique Klement
Dominique Klement

Kommunikation ist der Weg zum Ziel! Das Mitnehmen der Endanwender, um ein gemeinsames Verständnis für neue Arbeitsweisen- und Methoden zu schaffen, ist mir sehr wichtig. Denn nur wenn der Mehrwert eines Digitalisierungsprojektes herausgearbeitet wird, können neue Prozesse auch nachhaltig und langfristig in die tägliche Arbeit integriert werden. Neben meinen 4 Jahren Projekterfahrung bringe ich mit meiner Ausbildung zur IT-Kauffrau und den Weiterbildungen zur Wirtschaftsfachwirtin, Change Managerin und zertifizierte Business Trainerin eine vielfältiges Skillset in Ihre Projekt ein.

Artikel: 195