Microsoft Fluid Framework, über verschiedene Apps hinweg, reibungslos und einfach Zusammenarbeiten. Diese Idee steht hinter Fluid Framework. Bisher ist dies nur als Vorschau verfügbar, doch wir wollen euch schon einmal einen ersten Einblick geben. Das Fluid Framework wurde bereits auf der IGNITE 2019 präsentiert und bereits heute nutzen wir einzelne Komponenten aus dem Fluid-Framework in Microsoft 365. Ihr fragt euch wo? In Office.com und Outlook!

Das Fluid-Framework ermöglicht uns die zeitgleiche Zusammenarbeit an dynamischen Inhalten und verbundenen Komponenten. In Echtzeit gelangen Tabellen, Diagramme und Aufgabenlisten so z.B. in die Outlook Webversion. Du kannst Fluid-Arbeitsbereiche ganz einfach anlegen und verwalten, diese erscheinen dann zum Beispiel im Aktivitätenfeed, in der Liste der empfohlenen Dokumente oder in den @-Erwähnungen. Natürlich kannst du auch nach Fluid-Arbeitsbereichen suchen. Das Framework ist dabei in der so genannten Lightweight-Struktur aufgesetzt und ermöglicht schnelle und flexible Änderungen an den einzelnen Bausteinen.

Microsoft Fluid Framework
Quelle: Microsoft

Warum Fluid?

Fluid wie flüssig oder fließend, doch warum?  Die Szenarien der Zusammenarbeit am Arbeitsplatz entwickeln sich rasant weiter und sind wichtiger denn je. Durch das Fluid-Framework soll die Zusammenarbeit noch flüssiger werden. Einzelne Komponenten, Programme und Zusammenarbeitsräume verschmelzen zu einer Plattform in Realtime. Nur in einem Text oder mit den Worten im Podcast zu beschreiben, welche Erfahrung Microsoft hier geniert und ermöglicht ist fast nicht möglich. Ich empfehle euch einen Blick in die verlinkten Videos zu werfen.

Stell dir vor, du fügst eine Tabelle mit Ideen, einer Abstimmung oder Wunschliste in einer E-Mail oder einem Chat in Microsoft Teams ein. Das Fluid-Framework sorgt nun dafür, dass diese überall immer den aktuellsten Stand zeigt. Das heißt, sobald jemand eine Zeile ergänzt, eine Zahl ändern etc. werden die Informationen live in der E-Mail oder dem Teams-Chat aktualisiert. Das gleiche gilt für Diagramme oder auch Aufgabenlisten.

Dabei werden die Berechtigungen und der Zugriff automatisch generiert. Uns fallen ad-hoc einige Szenarien ein, bei denen uns das Fluid-Framework künftig unterstützen kann. Die Fluid-Komponente ist dabei ähnlich einem i-Frame in der E-Mail oder dem Chat integriert. Wir wechseln also nicht erst die Oberfläche oder in eine App sondern sind in Echtzeit mit dem Inhalt der E-Mail verbunden. Lesen ist gut und schön, zum Bearbeiten muss ich bestimmt wechseln? Nein! Auch die Bearbeitung, z.B. Filtern oder Sortieren funktioniert aus der Outlook oder Teams Oberfläche heraus.

Neben den bisher genannten Funktionen, ermöglicht das Fluid Framework ebenfalls die Darstellung von Zeichnungen oder auch die live-Übersetzung von getippten Texten in die verschiedenen Sprachen der Teilnehmer.

Übrigens ist das Fluid-Framework quelloffen. Microsoft erhofft sich einen Innovations- und Vielfaltenschub in Anwendungsszenarien und Weiterentwicklungen über ein aktives Communitynetzwerk. Daher werden alle Komponenten als Open-Source-Modell durch Microsoft frei zur Verfügung gestellt.

Wer es selbst einmal erleben will, der kann sich kostenfrei mit seinem Office365 Account auf fluid.microsoft.com anmelden.

Auf zum Testlauf des Microsoft Fluid Framework

Einmal eingeloggt in die neue Oberfläche erinnert uns die Applikation optisch an eine Mischung aus OneNote und dem Teams Wiki. Wir haben ein paar Fluid-Arbeitsbereiche angelegt und für euch einmal getestet, wie es sich anfühlt.

Microsoft Fluid Framework

Die Navigation ist dabei sehr einfach gestaltet. Neben dem bekannten Profilbild, in der rechten oberen Ecke, finden wir die Möglichkeit den aktuellen Arbeitsbereich mit anderen zu teilen. Über ein Ordnersymbol können wir den aktuellen Speicherplatz aufrufen. In der linken Navigation gibt es die Möglichkeit alle @-Erwähnungen zu sehen, sowie die Liste der zuletzt bearbeiteten Fluid-Arbeitsbereiche. Außerdem gibt es die Möglichkeit einen neuen Arbeitsbereich im OneDrive oder einem Team in Microsoft Teams zu erstellen.

Hat man einmal eine neue Seite angelegt, erhält man über das Plus – welches sehr an das Wiki aus Microsoft Teams erinnert – die Möglichkeit eine oder mehrere dieser Komponenten anzulegen:

  • Action Items
  • Tabelle
  • @-Erwähnungen
  • Datumsfeld
  • Bild
  • Checkliste
  • Aufzählungsliste
  • Nummerierte Liste
  • Agenda

Die Elemente sind aktuell noch sehr einfach gehalten. Das Co-Authoring funktioniert sehr gut und flüssig, so wie wir das bereits aus den Office Produkten kennen. In der Vorlage der Aufgabenliste haben wir eine einheitliche Formatierung, dank der Möglichkeit mit @-Erwähnungen in der Spalte Assigned to bzw. mit einem Datumsfeld in der Due Date Spalte zu arbeiten. Wird eine Aufgabe zugewiesen oder eine allgemeine @-Erwähnung erstellt, erhält der Erwähnte natürlich eine E-Mail Benachrichtigung.

Unser Fazit – wir sind wirklich sehr neugierig was in dieser Kombination noch alles auf uns zu kommt. Dank des Fluid Frameworks werden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit nochmal auf ein anderes Level gehoben. Durch das Open-Source-Modell, die bereits vorhandenen Komponenten und die Integration von AI werden wir in den kommenden Monaten und Jahren bestimmt ein Feuerwerk von Anwendungsfällen, kleinen Helferlein und eine deutlich tiefere Integration einzelner Komponenten erleben. Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf das Neue – denn Collaboration beginnt im Kopf und nicht mit Technik!

Quellen und mehr Inhalte:

Vorstellung Fluid-Framework 

Microsoft Dokumentation

Marketing Video

Vorstellung Fluid Network

 

Markus

Aus der Praxis für die Praxis stellt Markus euch regelmäßig alleine oder mit Gästen Neuigkeiten zum Thema digital collaboration mit Microsoft Office 365 oder allgemeine Themen aus der agilen digitalen Welt vor.