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Bei der Erstellung von PowerPoint Präsentationen, Visuals oder anderem grafisch aufbereiteten Infomaterial, gibt es ein paar grundlegende Richtlinien zu beachten. Die meisten davon sind wirken in der Theorie absolut logisch, werden in der Praxis aber manchmal nicht korrekt eingehalten. Dies kann zu Verwirrung und Missverständnissen führen. Wie ihr eure Folien klar aufbereitet, erfahrt ihr in dieser Folge nuboRadio.

Wichtige Tipps für eure Visuals

  1. Ablauf und Reihenfolge beachten: Wir lesen von links nach rechts und von oben nach unten. Gestaltet darum die Visualisierung gemäß der gelernten Seh- und Lesegewohnheiten. Außnahmen sind hierbei Pfeile, welche einen Symbolgehalt haben (z.B. von links unten nach rechts oben: Aufstieg, Erfolg, Hoffnung)
  2. Gleiche Dinge (Aussagen) mit gleichen Formen verbinden: Wenn ihr Überschriften mit ovalen Symbolen versehen und die nachfolgenden Stichpunkte mit rechteckigen Symbolen, ergibt sich eine eindeutige Zuordnung und Unterscheidung der einzelnen Gruppen. Gleichzeitig erreicht man damit eine saubere und übersichtliche Struktur der Visualisierung.
  3. Verwendung von Farben: Verwendet maximal sieben Farben, sonst wird eure Visualisierung zu unruhig – denkt dran: Schwarz und Weiß werden zu diesen Farben hinzugezählt. Für eine optimale Übersicht, solltet ihr kontrastreiche Farben verwenden. So soll sich beispielsweise ein Rot deutlich von einem Orange unterscheiden. Denkt auch an die unterschiedlichen Medien, die ihr verwendet. Rot und Orange an der Leinwand unterscheiden sich stark von Rot und Orange an einem Whiteboard oder gar einer grünen Tafel. Zieht diese Überlegungen in euren Farbwahlprozess mit ein.
  4. Symbolgehalt und Signalwirkung von Farbe: Farben sind Träger von Symbolen und Signalen. Beachtet darum bei der Verwendung von Farben, was ihr damit ausdrücken wollt um Verwirrung zu vermeiden. Grün für negative Zahlen zu verwenden, wäre z. B. hinderlich.
  5. Nicht blau auf blau: Bei der Arbeit mit Pinnwand und Metaplankarten passiert es häufig, dass auf blauen Karten mit blauen Stiften geschrieben wird. Denkt dran, dass man das Geschriebene aus weiterer Entfernung nicht mehr lesen kann. Schwarz wäre hier die bessere Stift-Wahl.
  6. Kombination von Farbe und Form: Im Punkt 2 haben wir etwas über die Verwendung von gleichen Formen für gleiche Dinge erfahren. Analog gilt dies für Farben. Gleiche Dinge sollten auch mit gleichen Farben strukturiert werden.
  7. Die 60:40-Regel: Damit die Übersichtlichkeit keine Einbußen erleidet, sollten höchstens 60 Prozent des jeweiligen Mediums verwenden. So garantiert ihr, dass nicht zu viele bzw. nur die wichtigsten Informationen auf einer Folie / Flipcharts etc. enthalten sind und alles gut erkennbar ist. Außnahme: Ihr erstellt gemeinsam mit den Teilnehmern einen Sachverhalt und füllt dabei das Medium gemeinsam aus. Da die Teilnehmer die Entwicklung verfolgen können, wirkt es nicht überladen.
  8. Schriftgröße: Gerade für Folien ist die Wahl der Schriftgröße ein entscheidendes Merkmal. Wenn ihr eure Folien am Computer erstellt, sollte die Schriftgrößte des normalen Textes mindestens 30 Punkt groß sein, die Überschriften 36 Punkt.
  9. Cluster oder Strukturierung: Cluster oder Strukturen in der Visualisierung können auf zwei Arten abgebildet werden: entweder strukturiert nach Farben (bzw. Grauabstufungen) oder nach gemeinsamen Elementen (Kreise, Rechtecke, Quadrate).
  10. Abstände und Leerflächen: Die Struktur der Elemente wird durch Abstände verdeutlicht. Leerflächen schaffen eine klare Abgrenzung der Elementgruppen voneinander.
  11. N.d.T.b.A.u.S.v.: „Nur den Teilnehmern bekannte Abkürzungen und Symbole verwenden“. Jede Präsentation, jeder Inhalt hat seine speziellen Symbole und Abkürzungen (Fachchinesisch). Informiert euch vorab über die Vorkenntnisse eurer Teilnehmer und klärt Abkürzungen während des Vortrags oder auf der Folie ab.
  12. Lokalfarben und Lokalformen: Wenn z.B. die Farbe eines Produktes in der Visualisierung genauso verwendet wird wie in der Realität, dann nennt man dies„Lokalfarbe“. Gleiches gilt für reale Formen (Lokalformen), die in der Visualisierung identisch verwendet werden. Es ist nicht immer üblich, Lokalfarben oder Lokalformen zu visualisieren. Häufig wird eher stilisiert als real abgebildet.