Wir wurden in den letzten Tagen häufig zur Abschaffung von Microsoft OneNote 2016 angesprochen. Unsere Kunden wissen, dass wir Microsoft OneNote 2016 sehr intensiv für die Projektarbeit nutzen, und wollen natürlich wissen, wie wir planen damit umzugehen. Was ist passiert? Microsoft hat offiziell bestätigt, dass es kein Microsoft OneNote 2019 geben wird. Stattdessen ist die auf Windows 10 vorinstallierte OneNote App der offizielle Nachfolger.

Vor einigen Wochen haben wir und in der Folge „OneNote – Everybody’s Darling“ als bekennende Fans geouted und das Konzept digitaler Notizbücher vorgestellt. Heute möchten wir euch darüber informieren, wie es mit OneNote weitergehen wird, auf was sich OneNote Nutzer einstellen dürfen und was es zu beachten gibt.

Wir hatten das schon 2017 auf dem Schirm …

Durch die offizielle Ankündigung der neuen Microsoft Office 2019 Version, ist das Thema rund um Microsoft OneNote hochgekommen. Für uns war das keine Überraschung. Wir haben das Thema schon im Herbst 2017 bei einem unserer Kunden evaluiert. Schon damals hat Microsoft auf den Blogseiten und den offiziellen Quellen angedeutet, dass die Windows 10 OneNote App der Nachfolger sein würde.

Wir haben Microsoft OneNote 2016 letztes Jahr bei einem Kunden eingeführt. Nach der Vorbereitung, Anforderungsanalyse, den Schulungen und dem Rollout kam im Rahmen des Supports die Bitte, den Unterschied zwischen den Versionen aufzuzeigen. Dort ist es lange nämlich nicht aufgefallen, dass einige Mitarbeiter die Microsoft OneNote App statt der Microsoft OneNote 2016 Desktop Version verwenden. Wir durften dann im Rahmen eines Workshops die Unterschiede zwischen Microsoft OneNote 2016 und der Windows 10 OneNote App aufzeigen. Bei unserer Frage, ob jemand eine Funktion in der App vermisst habe, gab es keine negativen Antworten. Man fände die App super und freue sich darüber, endlich auch Notizen untereinander teilen zu können. Dabei stand damals schon fest, dass es tatsächlich einen Unterschied im Funktionsumfang gibt und das Microsoft nur noch die App weiterentwickeln würde.

Mit welcher Version arbeitet ihr?

Als nuboworkers arbeiten wir zu 100% in Office 365 und verfügen über keine lokalen Ablagestrukturen oder Verzeichnisse. Aus diesem Grund spricht auf den ersten Blick nichts gegen einen Wechsel auf die neue Version. Nadja arbeitet auf ihrem Surface Book viel mit dem Stift und wechselt testweise zwischen beiden Anwendungen hin und her. Die Stifteingabe und das Arbeiten mit dem Tablet ist mit der neuen App noch komfortabler.

Wie geht es nun weiter?

Zunächst mal gibt es keinen Grund in Panik auszubrechen. Microsoft OneNote 2016 wird nicht ganz plötzlich verschwinden. Der Support wird bis 2020 weiterlaufen. Wer aber plant, das neue Microsoft Office 2019 Paket zu kaufen wird feststellen, dass OneNote kein Bestandteil mehr sein wird. Solltest du schon mit Windows 10 und Office 365 oder OneDrive arbeiten, empfiehlt Microsoft den Wechsel auf die Windows 10 OneNote App. Anwender, die nicht mit OneDrive oder Office 365 arbeiten, können nachträglich noch Microsoft OneNote 2016 installieren und damit weiter arbeiten. Schließlich sind noch längst nicht alle Business User in der Cloud oder dürfen diese aus Datenschutzgründen nicht nutzen. Daher empfiehlt Microsoft in der Übergangsphase mit der alten Version weiterzuarbeiten.

Gibt es Funktionsunterschiede?

Aktuell fehlen in der Windows 10 OneNote App noch einige Funktionen, die es in der alten Version out of the Box schon gibt. Beispiele dafür sind:

  • Vorlagenerstellung
  • Schnittstellen zu Office

Details dazu sowie die offizielle Funktionsübersicht von Microsoft findet ihr HIER.

Keine Sorge, Microsoft plant den Funktionsumfang so weit wie möglich auf den gleichen Stand zu bringen. Dabei sollten uns allen jedoch klar sein, dass es nur die Funktionen in die neue Version schaffen, die auch in der Cloud nutzbar und sinnvoll sind. Das lokale Speichern der Notizbücher gehört u.U. jedoch nicht mehr dazu. Wobei ich auch hier schon gelesen habe, dass das noch nicht zu 100% ausgeschlossen werden sollte. Grund hierfür ist die GSDVO.

Wir hoffen, mit dieser Folge einige Unklarheiten beseitigt zu haben. Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr euch gerne bei uns melden. Schreibt uns einfach eine E-Mail an info@nuboworkers.com oder kontaktiert uns über unsere Facebook Seite oder direkt in Instagram. Wer einige Informationen zu möglichen Alternativen sucht, kann gerne in unsere bereits veröffentlichte Folge reinhören oder sich das dazugehörige Visual herunterladen.

Wir wünschen viel Spaß und einen schönen Start in die neue Woche!