Change Management im Home-Office: Erfolgreich umstellen auf Remote-Arbeit

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Seit 2020 arbeiten viele Teams ganz oder teilweise remote – das bringt neue Herausforderungen mit sich. Damit das funktioniert, braucht es gezieltes Change Management: Prozesse, Führungsstile und Teamregeln müssen bewusst angepasst werden. Heute geht es darum, wie Unternehmen den Wandel aktiv gestalten können – mit Strategien, um die Produktivität hochzuhalten, Mitarbeitende einzubinden und eine starke Remote-Kultur aufzubauen. Wir zeigen, worauf es ankommt.

 

 

 

 

Remote Work bleibt – und Unternehmen müssen mitziehen

Was mit der Pandemie begann, ist längst zur neuen Normalität geworden: Flexibles Arbeiten ist gekommen, um zu bleiben und der Wunsch nach Flexibilität ist groß. Die Konstanzer Homeoffice-Studie zeigt, dass Beschäftigte in Deutschland langfristig hybride oder mobile Arbeitsformen bevorzugen – insbesondere, wenn sie dadurch Beruf und Privatleben besser vereinbaren lässt. Wer Talente also halten will, muss sich auf Remote- und Hybridmodelle einstellen – und sie gut managen. Denn genau das wird zum Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fachkräfte.

Work at Home

 

 

Vertrauen statt Kontrolle: Führung neu denken im Remote-Umfeld

Remote-Arbeit erfordert ein Umdenken – vor allem bei Führungskräften, die bisher stark auf Präsenz gesetzt haben. Im Homeoffice zählt nicht, wer um 9 Uhr am Schreibtisch sitzt, sondern was am Ende rauskommt. Der Fokus liegt auf Ergebnissen, nicht auf Kontrolle.

Und das zahlt sich aus: Eine Stanford-Studie mit 1.600 Mitarbeitenden zeigt, dass hybride Modelle (z. B. zwei Tage Homeoffice pro Woche) die Produktivität nicht beeinträchtigen – im Gegenteil: Die Kündigungsrate sank um 33 %, weil die Mitarbeitenden zufriedener waren.

Das Prinzip ist einfach: Klare Ziele und KPIs für jede Rolle und dann die Freiheit, diese auf die eigene Art zu erreichen. Regelmäßige Check-ins dienen der Unterstützung, nicht der Überwachung. Wer so führt, behandelt Mitarbeitende wie Erwachsene und die meisten wachsen genau daran.

Wichtig ist, dass Führungskräfte auf dieses „Führen über Ergebnisse“ vorbereitet werden – gerade wenn sie bisher stark auf Anwesenheit gesetzt haben. Der Lohn: motiviertere Teams und Zugang zu Talenten, die nicht zwingend im Umkreis wohnen müssen.

 

 

 

In Tools und Schulung investieren: Zusammenarbeit remote neu denken

Remote-Arbeit funktioniert nur mit der richtigen Technik – von Videokonferenzen über Chat-Tools bis hin zu Projektmanagement- und Kollaborationsplattformen. Damit verteilte Teams wirklich gut zusammenarbeiten können, braucht es nicht nur die passenden Tools, sondern auch das Wissen, wie man sie effektiv nutzt. Microsoft eignet sich hierfür besonders gut.

Einheitliche Standards sind sehr sinnvoll. Lege fest, welche Tools für welche Aufgaben genutzt werden (z. B. Teams oder Zoom für Meetings, ein zentrales Projekttool, ein gemeinsamer Chatkanal). Außerdem sollten alle wissen, wie man diese Tools richtig einsetzt.

Nicht jeder weiß automatisch, wie man online effizient arbeitet – darum sind Schulungen wichtig. Ob kurze Tipps, Remote-Work-Bootcamps oder gezielte Trainings. Zeig deinem Team, wie virtuelle Meetings gut laufen, wie man gemeinsam an Dokumenten arbeitet oder Aufgaben organisiert. Auch Basics zur IT-Sicherheit gehören dazu – z. B. VPN-Nutzung oder Phishing-Erkennung SoSafe – Dein Security Awareness Training – nuboRadio.

Mit der richtigen Technik und dem nötigen Know-how nimmst du deinem Team also viele Stolpersteine – und machst den Umstieg auf Remote-Arbeit deutlich leichter.

 

 

 

Klare Regeln für Remote-Arbeit: Erwartungen transparent machen

Damit Remote-Arbeit funktioniert, braucht es vor allem eines: Klarheit. Wer wann erreichbar ist, wie kommuniziert wird und was genau geliefert werden soll – all das sollte eindeutig geregelt sein.

Beispiel: Gibt es Kernarbeitszeiten, in denen alle online sein müssen? Wie schnell wird auf Nachrichten reagiert? Ist freie Zeiteinteilung okay, solange die Ergebnisse stimmen? Es gibt kein Patentrezept – allerdings ist es wichtig, dass die Erwartungen klar definiert und offen kommuniziert werden.

Führungskräfte sollten konkrete Spielregeln aufstellen, z. B.: „Tägliches Check-in um 9:30 Uhr per Video, Updates im Planner bis Feierabend“ oder „Arbeite, wie es für dich passt, solange Kunden spätestens am selben Tag eine Antwort bekommen.“

Hilfreich ist auch ein dokumentierter Leitfaden – z. B. im SharePoint Intranet oder als Remote-Work-Handbuch. So können sich alle jederzeit informieren.

Ein weiterer Punkt: Wie wird Leistung gemessen? Mitarbeitende sollten wissen, woran ihre Arbeit bewertet wird – das schafft Orientierung und knüpft an das Prinzip „Führen über Ergebnisse“ an. Wenn die Erwartungen klar sind, können Teams ihre Arbeit besser strukturieren – und Führungskräfte haben objektive Kriterien zur Bewertung, statt sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen.

 

 

 

Kommunikation stärken, Teamgefühl erhalten

Einer der größten Knackpunkte bei Remote-Arbeit: Die spontanen Gespräche und das soziale Miteinander aus dem Büro fehlen. Deshalb braucht es gezielte Maßnahmen, um Austausch und Zusammenhalt im Team aufrechtzuerhalten.

Die Devise: Lieber einmal zu viel einchecken als zu wenig. Was früher an der Kaffeemaschine oder im Flur passierte, muss heute bewusst organisiert werden – z. B. durch kurze tägliche Stand-ups, wöchentliche Team-Calls oder lockere Chat-Kanäle für den informellen Austausch.

Viele erfolgreiche Remote-Teams starten und beenden die Woche mit kurzen Video-Calls für alle – so sind alle auf dem gleichen Stand und Erfolge werden gemeinsam gefeiert. Auch Video generell hilft: Gesichter sehen schafft Nähe. Zusätzlich fördern virtuelle Kaffeepausen, kleine Teamspiele oder Teams-Kanäle zu Hobbys oder Haustieren das Gemeinschaftsgefühl.

Es geht nicht nur ums Soziale: Gute Kommunikation heißt auch, Informationen zugänglich zu machen. Gemeinsame Dokumente, OneNote-Seiten oder Projekttools sorgen dafür, dass alle wissen, woran gearbeitet wird – und verhindern doppelte Arbeit. Projektinfos sollten zentral gebündelt und regelmäßig kommuniziert werden. Im Zweifel lieber zu viel als zu wenig – so bleibt das Team auch remote eng verbunden und gut abgestimmt.

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Wohlbefinden im Homeoffice: Mitarbeitende ganzheitlich unterstützen

Remote-Arbeit ist nicht nur eine organisatorische Umstellung – sie wirkt sich auch emotional und psychisch aus. Manche fühlen sich isoliert, andere arbeiten zu viel, weil die Grenzen zwischen Job und Privatleben verschwimmen. Deshalb gehört zum Change Management auch dazu, sich um das Wohlbefinden der Mitarbeitenden aktiv zu kümmern und dieses zu fördern.

Hilf deinem Team, gesunde Routinen zu entwickeln – z. B. feste Feierabendzeiten, echte Pausen oder bewusst genommene Urlaubstage. Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen: keine Nachrichten spätabends, keine Erwartung ständiger Erreichbarkeit. Auch „Mental Health Days“ oder virtuelle Sport- und Entspannungsangebote können helfen.

Remote-Arbeit bringt auch neue Belastungen – z. B. Teams-Müdigkeit oder das Gefühl, ständig „on“ zu sein. Führungskräfte sollten auf Warnsignale achten und regelmäßig nach dem Befinden fragen – nicht nur nach dem Projektstatus. Wenn jemand Unterstützung braucht, sollte klar sein, wo es Hilfe gibt (z. B. über interne Beratungsangebote oder externe Programme).

Wer das Wohlbefinden ernst nimmt, schafft eine nachhaltige Remote-Kultur – mit motivierten, gesunden Mitarbeitenden, die gerne und produktiv arbeiten. Egal ob im Büro oder von zu Hause.

 

 

Wir können also festhalten, wer Remote-Arbeit als strategischen Wandel versteht und aktiv gestaltet, profitiert – durch höhere Attraktivität als Arbeitgeber, bessere Mitarbeiterbindung und starke Leistung. Wer den Wandel ignoriert oder blockiert, riskiert, den Anschluss zu verlieren.

 


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