No-Code, große Wirkung
No Code große Wirkung.
Heute werfen wir einen Blick auf Citizen Development, wenn Mitarbeiter zu App-Entwicklern werden. Vorteile, Nachteile worum geht’s eigentlich? Was ist eventuell die Grundproblematik und wie können wir das Ganze lösen oder abbilden? Los geht’s mit einer neuen Folge NuboRadio.
No‑Code. Zwei Worte, die in vielen Unternehmen immer noch unterschätzt werden.
Denn No‑Code heißt nicht Spielerei.
No‑Code heißt: Menschen in ihrem Fachbereich bekommen die Möglichkeit, ihre eigenen Probleme zu lösen – schnell, pragmatisch und nah am Arbeitsalltag.
Inhalt des Artikels
Das Grundproblem im Alltag
Welches Unternehmen kennt es nicht, Urlaubsanträge werden über Excel verwaltet, freigaben über E-Mail erteilt oder Daten liegen doppelt und dreifach vor. Hinzu kommt, Prozesse funktionieren, aber nur deswegen, weil einzelne Personen diese zusammenhalten. Dabei sind die IT-Abteilungen selten das eigentliche Problem, sie sind schlichtweg überlastet!
Dadurch passiert es, dass kleine Fachbereichsanforderungen auf der Prioritätenliste ganz nach untern rutschen oder vielmehr nie umgesetzt werden. Folglich entsteht eine Lücke. Eine Lücke zwischen fachlichem Bedarf und technischer Umsetzung.
Citizen Development – was steckt dahinter?
Als Lösung hierfür nennt Microsoft Citizen Development. Was ist damit konkret gemeint?
Hierbei sollen Mitarbeiter im Fachbereich selbst eigene Apps, Automatisierungen und Auswertungen entwickeln, welche klare Leitplanken darstellen dabei aber keine klassische Programmierung im eigentlichen Sinne darstellen.
Somit bietet die Microsoft Power Plattform hierfür 4 zentrale Bausteine:
Mit den Power Apps können sowohl einfache als auch komplexe Anwendungen programmiert werden. Die Power Automate, ist geeignet für Workflows und Genehmigungen. Für Auswertungen und Analysen gibt es hingegen die Power BI. Und schließlich die Dataverse als sichere Datenbasis. All das ist tief in Microsoft 365, Teams und SharePoint integriert. Genau das macht den Unterschied deutlich, denn No-Code wird nicht „oben drauf gesetzt“ sondern es benutzt bestehende Plattformen.
Ein konkretes Beispiel: die Urlaubsplaner‑App
An dem konkreten Beispiel, der Urlaubsplaner- App schauen wir uns dies einmal genauer an. Vorliegend startet ein Kunde mit einer simplen Frage: „Warum machen wir die Urlaubsplanung eigentlich noch in Excel?“ Die sich hier stellenden Anforderungen waren schnell klar, neben den unterschiedlichen Feiertagskalender, mehrstufigen Genehmigungen, der Transparenz für Teams und Führungskräfte, musste die App auch skalierbar sein, vom 20-Personen-Team bis hin zum Mittelstand. So wurde anstelle des Zukaufs eines externen Tools oder einer Individualentwicklung, eine Power App gebaut. Das alles aus Mitarbeiter:innen aus dem Fachbereich, begleitet durch die IT.
Was macht diese App? Sie kann Urlaubsanträge direkt in der App oder in Teams verarbeiten, automatisch Feiertage überprüfen je Standort, Genehmigungsprozesse über Power Automate steuern, weiterhin hat man übersichtliche Kalenderansichten und die Daten sind sauber im Dataverse gespeichert. Als Ergebnis hat man somit kein Excel-Chaos mehr, keine Versionskonflikte, keine Emails mit „habe ich das genehmigt?“ Aber das Beste an der Lösung: sie wächst mit und es können neue Regeln erstellt werden oder auch neue Standorte, Workflows etc.
✨Warum das so gut funktioniert
Diese Lösung funktioniert aus 3 Gründen so gut:
1. Die Nähe zum Problem. Damit ist gemeint, dass diese App von Menschen gebaut wird, die den Prozess selbst wirklich kennen.
2. Die Geschwindigkeit. Von der Idee zum Prototyp über Feedback und Anpassung läuft innerhalb weniger Tage.
3. Ownership. Das bedeutet, Mitarbeiter sind stolz auf die von ihnen geschaffene Lösung und verbessern diese kontinuierlich weiter. Genau so entsteht echte digitale Adoption und das alles nicht durch auferlegten Zwang, sondern durch wirklichen Nutzen.
Best Practices für die Einführung von No‑Code
Ein paar Dinge sind entscheidend:
IT früh einbinden: denn nur so kann sichergestellt werden, dass bereits während der Entwicklung mögliche Fehler direkt behoben werden können. Zu beachten ist außerdem, Citizen Development ist kein IT‑Schattenprojekt.
Es braucht klare Rollen, Support und gemeinsame Verantwortung.
Governance definieren: um möglichst effizient arbeiten zu können, ist es entscheidend festzulegen, wer was bauen darf, wo die Daten liegen und vor Allem, welche Apps sind auch produktiv.
Microsoft liefert dafür fertige Governance‑ Konzepte – man muss sie nur nutzen.
Klein starten: Es muss nicht direkt mit der größten App angefangen werden.
Sondern mit einem echten, überschaubaren Use Case.
Erfolge sichtbar machen: Zeigt die Lösungen, teilt die Geschichten, lasst andere davon lernen.
Genau das erleben wir bei nuboworkers immer wieder: Ein erfolgreiches Projekt erzeugt das nächste.
📌Fazit
No‑Code ist kein Trend.
Es ist eine notwendige Antwort auf steigende Anforderungen, knappe IT‑Ressourcen und den Wunsch nach mehr Eigenverantwortung. Wenn Mitarbeiter zu App‑Entwicklern werden, entstehen bessere Prozesse, schnellere Abläufe – und mehr Motivation.
Weniger Excel. Weniger E‑Mail‑Pingpong. Mehr Wirkung.
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Markus
Aus der Praxis für die Praxis stellt Markus euch regelmäßig alleine oder mit Gästen Neuigkeiten zum Thema digital collaboration mit Microsoft Office 365 oder allgemeine Themen aus der agilen digitalen Welt vor.





